Wie erwartet ging es am letzten Samstag an den Zentralschweizer Langlaufmeisterschaften in Engelberg familiär zu und her. Rund 160 Athletinnen und Athleten standen am Start des Sprintwettkampfs am Fusse der grossen Titlisschanze. Als Aushängeschild bestritt auch die A-Kaderläuferin Nadine Fähndrich den Sprint am Nachmittag und den Teamsprint unter Flutlicht.  Der Nidwaldner Skiverband respektive das eingespielte OK des Nachtsprints Engelberg unter der Leitung von Beat Waser trug die Verantwortung. Die Nidwaldner waren es dann auch, welche sich entschieden den Nachtsprint und die regionalen Meisterschaften zu vereinen. Am Nachmittag wurde anstelle eines Distanzrennens einen Sprint durchgeführt und am Abend unter Flutlicht der Staffelwettkampf durch einen Teamsprint ersetzt. Auch wenn im Vorfeld aufgrund der Veränderungen einige skeptische Stimmen zu hören waren, zieht Beat Waser eine durchwegs positive Bilanz: «Die Begeisterung bei den Athletinnen und Athleten für diese neue Wettkampfform war gross. Ich bin froh, haben wir uns für diesen neuen Weg entschieden.» Grossmehrheitlich waren sich die Anwesenden einig, der Sprint und der Teamsprint haben zu einer willkommenen Abwechslung geführt. All Paar Jahre ist dies so durchaus vertretbar.


Favoritenrolle gerecht geworden

Die U23-Vize-Weltmeisterin im Sprint Nadine Fähndrich bekundete beim Sprint überhaupt keine Mühe, sich durchzusetzen, zumal auch die potenziell stärksten Gegnerinnen Stefanie Arnold (Unterschächen) und Lea Fischer (Engelberg) aufgrund ihres Einsatzes an den Continentalcup-Rennen in Planica fehlten. Nach 2015 feierte Fähndrich zum zweiten Mal einen Titel bei den Grossen. Zuvor war die Eigenthalerin in den Jahren 2009 und 2010 bei der U16 schon zweimal Zentralschweizer Meisterin geworden.

Erster Titel nach der eigentlichen Karriere

Bei den Männern setzte sich mit dem Obwaldner Pascal Wolf ein neuer Name durch. Wolf der im Frühling 2013 seine aktive Karriere als Biathlet beendete und sich seit dem auf das Bachelor Studium in Betriebswirtschaftslehre und Politik in Bern konzentriert, überzeugte bereits im Prolog. Im Halbfinal sowie Final lief das Mitglied des Skiclubs Schwendi-Langis je ein taktisches Rennen und konnte so seinen ersten regionalen Meistertitel feiern.

Teamsprint-Premiere geglückt

Eisige Kälte, einige Flocken Schneefall und die einzigarte Flutlichtkulisse am Fusse der grossen Titlisschanze prägten den ersten Teamsprint in der Geschichte des Zentralschweizer Schneesportverbandes am Abend der regionalen Meisterschaften. Wortwörtlich zu einem Start-Ziel-Sieg kam es beim Wettkampf der Damen. Das Horwer-Duo Nadine Fähndrich / Claudia Schmid wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Abwechslungsweise liefen sie ihre beiden Runde an der Spitze und liessen nichts anbrennen. «Ehrlich gesagt war ich vor dem Start beim Einzelrennen sowie beim Teamsprint jeweils ein wenig nervös.», gab Nadine Fähndrich, die vierte des Tour de Ski Rennens in Val Müstair am Neujahrstag zu Protokoll. Während Claudia Schmid dem Speaker verriet: «Für mich ist es eine Ehre mit Nadine zu laufen.»

Horw im letzten Moment abgefangen

Sozusagen auf dem letzten Millimeter abgefangen wurde das Männer-Team des Skiclubs Horw. Jungspun Camillo Piazza und Roland Eggspühler lieferten sich mit dem Skiclub Flühli und dem Skiclub Unterschächen ein Kopf an Kopf-Rennen über die vier Runden. Grossmehrheitlich lagen sie in Front. Der über 40-jährige Eggspühler bog dann auch als Führender auf die Zielgerade ein. Doch der ehemalige Swiss-Ski Kader-Athlet Christoph Schnider  vom Skiclub Flühli liess seine Schlussspurt-Fähigkeiten aufblitzen und fing den Horwer noch ab. Mit Hilfe der Zielkamera konnte ein Differenz von fünf Zenteln ermittelt werden. Mit 1,77 Sekunden Rückstand rundete das Duo Roman und Robert Briker aus Unterschächen das grosse Finale der Herren auf Rang Drei ab. Langlaufsport vom Feinsten an den regionalen Meisterschaften.

Wer weiss, vieleicht siegt Sie einmal an einer ZSSV Meisterschaft.

 

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